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Nachbarschaft Freiburgstrasse, 4.Rang

offener Projektwettbewerb, 2025

Fonds für Boden- und Wohnpolitik, Stadt Bern

Fokus 1: Suffizienz

Fokus 2: Einfach Bauen

Fokus 3: Self–Build–Culture

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Mario Sandmeier – Raum fürs Leben_Freiburgstrasse_Bern_Grundriss–A
Mario Sandmeier – Raum fürs Leben_Freiburgstrasse_Bern_Wohntypologie
Mario Sandmeier – Raum fürs Leben_Freiburgstrasse_Bern_Dach
Mario Sandmeier – Raum fürs Leben_Freiburgstrasse_Bern_Grundriss–B
Mario Sandmeier – Raum fürs Leben_Freiburgstrasse_Bern_Wohnkueche
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Mario Sandmeier – Raum fürs Leben_Freiburgstrasse_Bern_Axonometrie
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Mario Sandmeier – Raum fürs Leben_Freiburgstrasse_Self-Build-Culture
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Mario Sandmeier – Raum fürs Leben_Freiburgstrasse_Bern_Schnitt

Suffizienz

Wie gelingt ein gerechtes und gesundes Leben innerhalb der planetaren Grenzen im Stoffhaushalt? ANIMA strebt danach, herauszufinden welche gängigen Konventionen zu hinterfragen sind. Es will neu ausloten, was es braucht und auf was gut verzichtet werden kann. Der Vorschlag interpretiert Suffizienz als eine notwendige Grundhaltung gegenüber dem mehr–als–menschlichen Leben. Alle Einheiten weisen einen reduzierten Flächenbedarf auf, sodass sich bei einer Idealbelegung druchschnittlich 21–32m2 Wohnfläche pro Bewohner:in ergeben. Die 5–Zimmereinheiten messen lediglich 100m2.

Wohnkonzept

ANIMA formuliert eine lebendige Wohntypologie, die über eine einfach veränderbare Ein- und Zuteilung der Raumeinheiten einen flexiblen Wohnungsschlüssel von 33 bis 41 Einheiten ermöglicht. Die Ein- und Zweizimmereinheiten können sich zu einer Treppenhaus–WG verbinden, deren Bewohner:innen sich in den geteilten Küchen im Erdgeschoss und 5. Obergeschoss, sowie in den Jokerzimmern organisieren können.

Teilen

ANIMA setzt aufs Teilen von Alltagsgegenständen, Büchern, Haushaltsgeräten oder Brettspielen. Im Jokerzimmer wird pro Geschoss ein Pumpipumpe–Schrank integriert, den die Bewohner:innen in Eigenverantwortung ausrüsten und organiseren können. Ergänzend wird jeder Wohneinheit ein grosszügiger Schrank in den beiden geteilten Reduits zugewiesen, die direkt vom Treppenraum zugänglich sind.

Wohnungen

ANIMA besticht durch ein einfaches Grundrisslayout mit einer zentralen Wohnküche und nutzungsneutralen Zimmern. Wird eine Wohneinheit von einer Wohngemeinschaft bewohnt, dienen alle Zimmer dem Schlafen und privaten Rückzug – die Wohnküche wird zum lebendigen Herzstück. Lebt darin hingegen eine Familie oder ein Paar, kann das Eckzimmer als Erweiterung für den Wohnbereich genutzt werden.

Reduktion Bauteile

Neben der hohen Flexibilität in der Nutzbarkeit der Raumeinheiten setzt das Projekt auf ein hohes Mass an Wiederholung. Es gibt im ganzen Haus nur zwei verschiedene Badzimmer- und Kücheneinheiten, die sich pro Geschoss wiederholen. Auch Türen und Fenster beschränken sich auf eine überschaubare Anzahl von Typen.

ReUse & regenerative Baustoffe

Die vorgesetzten Balkontürme werden aus ReUse–Elementen zusammengefügt. Vereint mit dem Low–Tech–Konzept und dem Einsatz von Holz, Lehm und Hanfkalk als primäre Baustoffe, weist ANIMA den Weg zu einer regenerativen Bauweise, die weniger Störungen im Stoffhaushalt der Biosphäre auslöst.

Self–Build–Culture

ANIMA schlägt zur Gemeinschaftsbildung das Konzept der Self–Build–Culture vor. Im Freiraum werden einzig Vorplätze, die Veloparkplätze und zwei Kiesflächen eingeplant. Die weiteren Freiflächen dienen als partizipative Experimentierfelder – zum Beispiel für einen Permakulturgarten. Im Bereich des zweiten Baufeldes wird ein kleiner, temporärer Quartierplatz mit Sitztribüne und Schattendach aus ReUse–Bauteilen gestaltet. Ein Platz, der die ganze Nachbarschaft einlädt den Ort zu beleben.

»Ich helfe den Menschen sich selbst ein gesundes und seelengerechtes Umfeld zu gestalten, indem alle grundlegenden Elemente des Lebens als erlebbarer Raum sorgfältig zueinander in Einklang gebracht werden. So entstehen Wohlfühlorte, die uns helfen sich als Mensch zu entfalten.«

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