top of page

Wie können Nachbarschaften mit einfachen Mitteln und dem Einsatz von Niedrigtechnologie ein gutes Stadtklima und beziehungsorientierte Sozialräume gestalten, die regenerativ auf Individuum, Kultur und Klima wirken?

RfL_RethinkLiving_Regenerative-Raumentwicklung-PIKTO.jpg

1 – Regeneration

Nachhaltigkeit braucht keine Nulltoleranz oder Neutralität, sondern regenerative Kreisläufe zwischen menschlichen Bedürfnissen und der mehr–als–menschlichen Welt. Solch eine Kultur der Regeneration erlangen wir durch lokale Fülle in der Stadtlandschaft, die Förderung von Wohlbefinden, Vielfalt und Wirksamkeit in der Nachbarschaft und durch das Implementieren von Suffizienz, Empathie und Friedfertigkeit ins mehr–als–menschliche Zusammenleben.

2 – Integration

Unser Leben hängt davon ab, dass wir uns über die Prozesse der Atmung und des Stoffwechsels in die Kreisläufe von Stoffen, Wetter und Klima, aber auch in ein wechselwirkendes Beziehungsgeflecht mit anderen Organismen integrieren. So suchen wir nach Nahrung und Obdach und verformen dafür Böden, Landschaften und Lebensräume. Ein Umstand, der ein gesundes, soziales Miteinander zu einer mehr–als–menschlichen Angelegenheit macht

 

RfL–RethinkLiving: Mensch im Dialog mit Luft
RfL–RethinkLiving: Mensch im Dialog mit Erde
RfL–RethinkLiving: Mensch im Dialog mit Wasser
RfL–RethinkLiving: Mensch im Dialog mit Sonne

3 – Gesundheit

Regenerativ wirkende Integration im planetarischen Beziehungsgeflecht braucht gesunde Menschen, die sich wohlfühlen, zufrieden sind und Empathie für die mehr–als–menschliche Welt empfinden können. Das menschliche Wohlbefinden wiederum braucht eine florierende Biodiversität, passende Lebensräume und ein zirkuläres Klima, das sinnliche Atmosphären für Erholung, Geborgenheit, Inspiration und kreative Wirksamkeit in der Gemeinschaft bietet.

RfL–RethinkLiving: Nachbarschaftsbildung

4 – Stoffkreisläufe

Zirkuläres Bauen beschränkt sich nicht nur auf die Wahl von Baustoffen und die Wiederverwendung von Abfällen, Bauteilen und Bauten. Es bezieht die Kreisläufe von Regen, Sonne und Luftströmen, sowie den stofflichen Austausch zwischen Organismen, Boden, Gewässer und Luft mit ein. Ganze Nachbarschaften werden auch im gebauten Zustand als lebendige Systeme betrachtet, wobei es darum geht, mit den Bausteinen regenerative Beziehungen in der Stadtlandschaft zu flechten.

RfL–RethinkLiving: Die Bausteine von Stadtlandschaft und Klima

5 – Stadtlandschaft

Regenerativ wirkende Raumentwickler:innen arbeiten mit Materialien, die im lokalen Bestand gewonnen werden oder den Boden im Anderswo schonen. Sie fördern die lokale Vielfalt in Flora und Fauna und verflechten die Bewegungen von Wetter und Zyklen mit den örtlichen Landschaften und der Topografie. Sie tun dies auf eine Weise, dass Raumstrukturen und Sozialräume eine Stadtlandschaft mit regenerativen Kreisläufen generieren.

RfL–RethinkLiving: Suffizienz und Teilen

6 – Suffizienz

Regenerativ agierende Projektentwickler:innen sind sich bewusst, dass alles was Menschen sich aneignen und in ihrer Nachbarschaft tun, Einfluss auf den Stoffhaushalt von Boden, Wasser, Sonne und Luft und somit auch aufs Klima nimmt. Deshalb suchen sie einfache Lösungen mit Niedrigtechnologie und gestalten Raumstrukturen mit reduziertem, privaten Flächenbedarf, sodass Räume geteilt und mehrfach genutzt und Ausstattungen reduziert werden können.

RfL–RethinkLiving: Regeneration in der biosozialen Gemeinschaft

8 – Friedfertigkeit

In Nachbarschaften mit lokaler Fülle werden Erfahrungen und Wissen gemeinschaftlich gesammelt, gesunde Gefühls– und Gedankenwelten geprägt und friedfertige Handlungsweisen geübt. Sie formen Persönlichkeiten und gesellschaftliche Bewegungen, die eine regenerative Wirkung auf die mehr–als–menschliche und soziokulturelle Evolution haben, in dem sie Empathie und Friedfertigkeit auf die kommenden Generationen übertragen.

 

RfL–RethinkLiving: Sozialraum und Stadtklima

7 – Lokale Fülle

Regenerative Nachbarschaften legen den Fokus auf eine sich ergänzende, sozialräumliche und stadtklimatische Fülle in Pantoffeldistanz. Sie werden nicht auf dem Reissbrett fertig gedacht, sondern lassen Spielraum für Selbstausbau und Umgestaltungen in Eigenverwaltung zu. Sie fördern die Identitätsbildung durch Partizipation im gemeinschaftlichen Raum und schaffen Möglichkeitsräume für ein friedfertiges, mehr–als–menschliches Zusammenleben.

 

»Ich helfe den Menschen sich selbst ein gesundes und seelengerechtes Umfeld zu gestalten, indem alle grundlegenden Elemente des Lebens als erlebbarer Raum sorgfältig zueinander in Einklang gebracht werden. So entstehen Wohlfühlorte, die uns helfen sich als Mensch zu entfalten.«

bottom of page