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Lebensräume und urbane Landschaften als lebendige Systeme betrachten, in denen die Kulturen aller beteiligten Organismen, uns Menschen inbegriffen, miteinander verflochten sind und sich gegenseitig beeinflussen.

Kompass

Der Kompass für Regeneration & Lebendigkeit hilft uns dabei, bei der Gestaltung von Nachbarschaften und Stadtlandschaften, die menschlichen Grundbedürfnisse und die Stoffkreisläufe der mehr–als–menschlichen Welt, in passender Weise, möglichst regenerativ und belebend, aufeinander abzustimmen. Dem Kompass folgend, können wir einen fürsorglichen und gerechten Raum fürs Leben gestalten. Das Tool referenziert sich unter anderem auf die SDG's der UN, sowie den «Doughnut of economies» von Kate Raworth und den «Doughnut for Urban Development». Im Kern adaptiert es das «Fit–Prinzip» vom Schweizer Arzt und Anthropologen Remo H. Largo.

 

Mario Sandmeier – Raum fürs Leben / Lokale Betrachtung

Lokale Betrachtung

Wie können die Menschen und alle Organismen dieser Nachbarschaft wachsen und gedeihen? Und wie kann diese Nachbarschaft die lokalen Stoffkreisläufe revitalisieren?

1 – Regeneration

Nachhaltigkeit braucht keine Nulltoleranz oder Neutralität, sondern regenerative Kreisläufe zwischen menschlichen Bedürfnissen und der mehr–als–menschlichen Welt. Solch eine Kultur der Regeneration erlangen wir durch eine lokale Fülle in Stadtklima und Stadtlandschaft, durch die Förderung von Wohlbefinden, Vielfalt und Wirksamkeit in der Nachbarschaft und durch das Implementieren von Suffizienz, Empathie und Friedfertigkeit ins regionale, mehr–als–menschliche Zusammenleben.

2 – Intersein

Unser Leben hängt davon ab, dass wir uns über die Prozesse der Atmung und des Stoffwechsels in die Kreisläufe von Stoffen, Wetter und Klima, aber auch in das lokale, wechselwirkende Beziehungsgeflecht mit pflanzlichen und tierischen Organismen integrieren. So suchen wir nach Nahrung, Obdach und Integration und verformen dafür Böden, Landschaften und Lebensräume. Ein Umstand, der ein gesundes, soziales Miteinander zu einer mehr–als–menschlichen Angelegenheit macht.

3 – Gesundheit

Regenerativ wirkende Integration im planetarischen Beziehungsgeflecht braucht gesunde Menschen, die sich wohlfühlen, zufrieden sind und tiefgreifende Empathie für die mehr–als–menschliche Welt empfinden können. Das menschliche Wohlbefinden wiederum braucht eine gesunde Biodiversität, passende Lebensräume und ein Klima, das sinnliche Atmosphären für Erholung, Geborgenheit, Inspiration und kreative Wirksamkeit in der Gemeinschaft bietet.

4 – Stoffkreisläufe

Zirkuläres Bauen beschränkt sich nicht nur auf die Wahl von Baustoffen und die Wiederverwendung von Abfällen, Bauteilen und Bauten. Es bezieht die Kreisläufe von Regen, Sonne und Luftströmen, sowie den stofflichen Austausch zwischen Organismen, Boden, Gewässer und Luft mit ein. Ganze Nachbarschaften werden auch im gebauten Zustand als lebendige Systeme betrachtet, wobei es darum geht, ein regeneratives Beziehungsgeflecht in der Stadtlandschaft aufzubauen.

Mario Sandmeier – Raum fürs Leben / Globale Betrachtung

Globale Betrachtung

Wie kann diese Nachbarschaft die Gesundheit der Menschen und aller Organismen im Anderswo respektieren? Und wie kann sie die Stoffkreisläufe im Anderswo revitalisieren?

5 – Beziehungsgeflecht

Regenerativ wirkende Raumentwickler:innen arbeiten mit einfachen Materialien, die im lokalen Bestand gewonnen werden oder den Boden im Anderswo schonen. Sie fördern die lokale Vielfalt in Flora und Fauna und verflechten die Bewegungen von Wetter und Zyklen mit den örtlichen Landschaften und der Topografie. Sie tun dies auf eine Weise, dass Raumstrukturen und Sozialräume ein Beziehungsgeflecht mit regenerativen Kreisläufen generieren.

6 – Stoffhaushalt

Regenerativ agierende Projektentwickler:innen sind sich bewusst, dass alles was Menschen sich aneignen und in ihrer Nachbarschaft tun, Einfluss auf den Stoffhaushalt von Boden, Wasser, Sonne und Luft und somit auch aufs Klima nimmt. Deshalb suchen sie einfache Lösungen mit Niedrigtechnologie und gestalten Raumstrukturen mit reduziertem, privaten Flächenbedarf, sodass Räume geteilt und mehrfach genutzt und Ausstattungen reduziert werden können.

 

7 – Lokale Lebendigkeit

Regenerative Nachbarschaften legen den Fokus auf eine lokale, sozialräumliche und stadtklimatische Fülle in Pantoffeldistanz. Sie werden nicht auf dem Reissbrett fertig gedacht, sondern lassen Spielraum für Selbstausbau und kreative Umgestaltungen in Eigenverwaltung zu. Sie fördern die lokale Identitätsbildung durch Partizipation im gemeinschaftlichen Raum und schaffen vielfältige Möglichkeitsräume für eine friedfertige, mehr–als–menschliche Lebendigkeit.

8 – Friedfertigkeit

In regenerativen Nachbarschaften mit lokaler Fülle, werden Erfahrungen und Wissen gemeinschaftlich gesammelt, gesunde Gefühls– und Gedankenwelten geprägt und friedfertige Handlungsweisen geübt. Sie formen Persönlichkeiten und gesellschaftliche Bewegungen, die eine regenerative Wirkung auf die mehr–als–menschliche und soziokulturelle Evolution haben, in dem sie eine empathische Friedfertigkeit auf die Lebenskultur kommender Generationen übertragen.

Co–Creation in progress...

Die aufgeführten Prinzipien sind als Leitfäden oder Wertvorstellungen zu verstehen, die sich im gemeinsamen Dialog entwickeln und in meine Leistungen einfliessen. Sie sind die Essenz meiner bisherigen Recherchen und werden sich stets weiterentwickeln.

»Ich helfe den Menschen sich selbst ein gesundes und seelengerechtes Umfeld zu gestalten, indem alle grundlegenden Elemente des Lebens als erlebbarer Raum sorgfältig zueinander in Einklang gebracht werden. So entstehen Wohlfühlorte, die uns helfen sich als Mensch zu entfalten.«

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